Kirche ist wieder ein architektonisches Thema

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Oberhessische Presse

Ausstellung belegt: „Kirche ist wieder ein architektonisches Thema geworden“. Universitätsmuseum zeigt Beispiele moderner Sakral-Architektur

von Simon Rohling

Marburg. Der Kurator der Ausstellung „Raum und Religion“ ist vom Fach. Der Theologe Marcus Nitschke arbeitet für die Consulting Firma D:4, die auch Gemeinden berät, die beispielsweise Kirchen umnutzen wollen. Die Ausstellung „Raum und Religion“ die am Sonntag im Universitätsmuseum an der Biegenstraße eröffnet wurde, wandert seit zwei Jahren durch die Republik, zeigt Neubauten oder moderne Anbauten an Kirchen und befasst sich auch mit den gesellschaftlichen Fragen, die die neue Kirchenarchitektur aufwirft.

„Kirche ist wieder ein architektonisches Thema geworden“, erklärt Nitschke. In der Ausstellung sind besonders kontroverse und herausragende Beispiele der neueren Kirchenarchitektur zu sehen.

Das Spektrum reicht von Betonbauten, die offenbar stark von der Architektur der 60er Jahre beeinflusst sind, bis zu Kirchen, die moderne ökologische Konzepte umsetzen. Beispielhaft dafür ist die Pfarrkirche St. Franziskus in Wels, die als Passivhaus errichtet wurde. Die Ausstellung deckt die Themen der neuen Sakralarchitektur mit großen Wandtafeln, zahlreichen Bildern und kurzen informativen Texten ab. Faszinierend nähert sich die Schau auch unterschiedlichen Herangehensweisen verschiedener Konfessionen. Auch einige interessante Beispiele für ökumenische Projekte sind zu sehen.

Marcus Nitschke will mit der Ausstellung auch das Interesse der Gemeinden für das Thema wecken. „Man kann Gemeinden nur ermutigen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen“ sagt er.


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Oberhessische Presse, 19.09.2007